Auch wenn wir zugegebener Maßen viel gefaulenzt haben, konnte man uns zwischendurch als fleißige Paparazzi auf Kulturtrip finden.
Gleich an einem der ersten Tage waren wir zusammen mit Francesca, Sergio, Arturo und Anhängsel "cozze" essen. Wir Deutschen haben natürlich erst mal das Gesicht verzogen, verständlich bei dem Wort, bis und erklärt wurde, dass "cozze" Muscheln sind - und die waren extrem lecker!
Zusammen mit Elsa sind Philipp und ich ein paar Tage später nach Ragusa Ibla gefahren - viele Kurven, draufgängerische Busfahrer und unbequeme Bussitze beschreiben die Fahrt ganz gut ;)
Ragusa Ibla ist die Altstadt von Ragusa und recht klein im Vergleich zu anderen sehenswerten Stadtteilen, die es hier gibt. Alles wichtige findet man in der Nähe des Doms. Auch wenn so mancher Kulturbanause nicht so richtig für die typisch italienischen bzw. südländischen, verwinkelten Gassen zu begeistern war, habe ich am Ende meinen Stadtrundgang bekommen. Und ich fand es toll!
Das Beste an dem Tag war trotzdem das Eis! Dort gibt es eine Eisdiele, in der man Weineis kaufen kann, muss man auf jeden Fall mal probieren( auch wenn dort so ziemlich jede Sorte unglaublich gut schmeckt).
Nach kurzer Touripause gings nach Modica. Nachdem wir dort schon kurz waren, als wir nach Portopalo gefahren sind, habe ich eine extrem schöne Stadt erwartet. Schön ist die Stadt, keien Frage, aber man läuft die ganze Zeit an der Hauptstraße entlang, was auf Dauer ein bisschen nervig ist.
Trotzdem wars ein schöner Nachmittag!
Das absolute Highlight war allerdings der Ätna. Nach knapp 3 Stunden Fahrt( unter anderem durch den extrem chaotischen Verkehr von Catania), sind wir an der Talstation der "Funivia" angekommen. "Funivia" ist die Gondel, mit der man die ersten paar hundert Meter des Ätna hinter sich bringen kann. Trotz komplett überteuerter Preise und umzingelt von haufenweise Deutschen, sind wir dann nach oben gefahren. Weil wir nicht ganz faul sein wollten, haben wir auf eine Tour im Geländewagen verzichtet( wäre bestimmt auch um einiges langweiliger gewesen) und sind den Berg zu Fuß hoch gewandert/ geklettert/ gerutscht.
Die Aussicht dort oben ist der Hammer, vor allem weil wir richtig gutes Wetter hatten und bis ins Tal runter schauen konnten.
Ganz komisch war, dass man schon nach kurzen zurückgelegten Strecken das Gefühl hatte, dass alles ganz schnell kleiner wird. Und dort oben ist es still, das war unglaublich. Wenn nicht gerade einer der Busse vorbei fährt, hört man wirklich nichts.
Wir sind zwar nicht auf den höchsten Gipfel des Ätnas gewandert, ich bin mir nicht mal sicher, ob man dort hoch kann, aber auf den zweithöchsten Punkt haben wir uns bzw. wahrscheinlich eher ich mich gequält.
Es hat sich wirklich gelohnt diesen Ausflug zu machen, ein super schöner Tag kann ich da nur sagen!
Leider sind die zwei Wochen viel zu schnell vorbei gegangen und jetzt muss ich erst mal wieder bis Weihnachten durcharbeiten.
Was man auch noch erzählen sollte: nach einigen Problemen mit unserer norwegischen Freiwilligen hier, fährt sie am Sonntag wieder zurück nach Hause( was glaub ich für alle besser ist). Wir werden dieses Jahr also zu 4. bzw. zu 3.( wenn Elsa in Pachino ist) bleiben.
Das wars erst mal wieder, ci vediamo a Natale :)
Und zum Schluss noch "salut" an Elsas Mama.
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