Samstag, 24. April 2010

#18 Zurück daheim

So meine Lieben, nun finde ich auch endlich mal Zeit den Abschlusseintrag für meinen Blog zu schreiben.
Seit ein paar Wochen bin ich nun schon daheim, im "kalten" Norden und die meisten werden mich wohl schon zu Gesicht bekommen haben.

Ich kann nur sagen: schön wars!
Wenn es auch nicht immer einfach war und ich das ein oder andere Mal an meine Grenzen gestoßen bin, war es eine unglaublich tolle Erfahrung!
An dieser Stelle mal ganz lieben Dank an alle, die mich auf irgendeine Art und Weise in den letzten Monaten begleitet und unterstützt haben.

Obwohl das Ende anders kam als erwartet, bin ich sehr froh, dass ich das Abenteuer Sizilien erlebt habe und all die neuen, interessanten, wichtigen Erfahrungen mitnehmen konnte.

Mir gehts auf jeden Fall wieder gut, aber das Chaos und der lebendige Alltag fehlen mir doch irgendwie...

In diesem Sinne: "arrivederci cari amici!"

Donnerstag, 25. Februar 2010

#17 Besuch

Nach langem Warten war es endlich wieder so weit: Besuch stand vor der Tür.

Letzte Woche habe ich also nach dem Arbeiten Steffi und Felix vom Bus abgeholt, der sie nach einer kleinen Kaffefahrt von Catania nach Vittoria hier abgesetzt hat.


Weil man in einer Woche zwar viel machen kann, die Zeit aber trotzdem recht kurz ist, hatten wir uns schon davor mehr oder weniger überlegt, was wir unternehmen wollten, aber zuerst wurde mal eine Runde getratscht :)

Freitagmorgen sind wir dann gleich nach Palermo aufgebrochen, den diese bekannte, chaotische und als kriminell verschriene Stadt muss man natürlich gesehen haben, außerdem konnte ich so auch wieder die palermitanischen Freiwilligen besuchen gehen.
Den Freitag haben wir also damit verbracht die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzuschauen, das schlechtese Eis unseres Lebens( iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiigitt!!) zu essen und und waghalsig zwischen den verrückten Autofahrern durchzuschlängeln. Abends sind wir dann erst mal hundemüde ins Bett gefallen und haben geschlafen wie Babies.
Den Samstag haben wir hauptsächlich damit verbracht ein bisschen durch die Läden zu schlendern, zu Essen und Kaffee zu trinken oder uns ein gemütliches Plätzchen zum pausieren zu suchen.
Und bei diesem Palermobesuch habe ich es auch endlich geschafft an die Strandpromenade zu gehen, dort saßen wir dann erst mal ein bisschen( weil man darf sich nieeee überanstrengen).


Ein bisschen komisch am schönen Strandpanorama waren die vielen Straßenhunde, die dort liegen, als wären sie tot. Einer fand uns wohl so sympatisch, dass er beschlossen hatte mit uns mit zu kommen. Fanden wir es anfangs noch lustig, haben wir irgendwann angefangen uns zu überlegen, wie wir diesen neuen Freund denn jetzt loswerden, denn der Hund ist uns immer weiter gefolgt. Von der Promenade in die Stadt, durch die verwinkelten Gassen und zwischen den Autos durch, uns wurde sogar gesagt wir sollen doch bitte auf unseren Hund aufpassen... Tja, da standen wir dann mit einem Hund. Aber durch geschickte Zick- Zackmanöver sind wir ihn doch endlich losgeworden :)

Sonntags haben wir erst mal gaaaaaaaaaaanz lang gechlafen und uns ein bisschen ausgeruht, um dann am Montag wieder voll durchzustarten.

Montag Morgen ging es nämlich nach Catania. In all den Monaten die ich jetzt hier bin, hatte ich es nämlich noch nicht geschafft mir diese schöne Stadt am Fuße des Ätnas genauer anzuschauen.
Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten den Weg betreffend haben wir es schnell geschafft die "via Etnea", die große Straße, die direkt auf den Ätna zuläuft, zu finden.



Bei bestem Wetter sind wir so auf den Ätna zugelaufen, haben den Dom besichtig, das alte Amphitheater und einige andere Sehenswürdigkeiten. Nach dem Essen haben wir uns noch ein bisschen in der Sonne in einem wunderschönen Park ausgeruht und sind dann wieder zurück gefahren.

Im Vergleich zu Palermo ist Catania nochmal um einiges schöner, denn Catania ist lange nicht so chaotisch, dreckig und laut, außerdem ist das Straßenbild mit den Gebäuden aus Lavastein einfach ausergewöhnlich!

Am Dienstag war dann das lang ersehnte( zumindest für Steffi und Felix) Meer an der Reihe. Nach dem 20Minütigen Laufmarsch zur "stazione" und einer Fahrt in einem der klapprigsten Busse, die die Region Ragusa wohl zu bieten hat, haben wir also in Scoglitti Meerluft geschnappt.
Wagemutige Menschen, wie Felix, haben sich kopfüber ins Wasser gestürzt, während andere, wie Steffi, nur die Füße ins kühle Nass gestreckt haben und wieder andere, so wie ich, mit der Winterjacke am Strand saßen. Da macht sich doch schon irgendwie bemerkbar, dass ich mich hier gut aklimatisiert habe ;)



Nach Canollo und heißer Schokolade, sowie einem spontanen Sprint, weil der Bus wie so oft eine halbe Stunde früher gefahren ist, sind wir wieder gen Vittoria gefahren.

Gestern haben wir uns von diesen ganzen Strapazen wiederholt, haben geschlafen, gegessen, Karten gespielt( nicht dass ich die am Ende umsonst mit hier her genommen habe) und gequasselt bis der Mund fusslig wurde.
Heute Morgen war der Besuch dann schon wieder vorbei und ich hab die zwei zum Bus begleitet.

Schön wars! Und wir haben alle ordentlich Sonne getankt, damit wir die nächsten Regentage locker wegstecken werden.

Sonntag, 21. Februar 2010

#16 Carnevale

Viel Konfetti, viel Lärm, viele Perücken und jede Menge durchgeknallte Menschen - das ist "il carnevale".

Wichtig war natürlich, dass alle Freiwilligen mitfeiern, sich verkleiden( mehr oder weniger) und alles andere stehen und liegen lassen. Das hat dann erst mal zu einem großen "casino" in der Küche geführt, weil ich meine Arbeit nicht machen konnte/durfte/sollte....


Nachdem ich mich in Schale geworfen hatte( fast bis zur unkenntlichkeit verkleidet ;) ) und mein schönstes Dauerlachen aufgesetzt hatte, ging es los.



In der Kirche hier im Altenheim hatten sich alle versammelt, die alten Menschen genauso wie die, die hier arbeiten und auch eine Gruppe von Behinderten aus einem Zentrum hier in Vittoria.

Berührungsängste waren völlig fehl am Platz, weil ich durch meine blonden Haare und die lustige Frisur wohl ziemlich aus der Reihe getanzt habe und sich mir so gut wie alle der geistig Behinderten nach 5 Minuten selbst vorgestellt hatte, Fotos mit mir machen wollten und tanzen wollten.

Irgendwie hab ich es trotzdem geschafft mich aus der Kirche zu schleichen um alle anderen alten Menschen, die sich bis dahin noch vor der Party gedrückt hatten einzusammeln.

Ein paar wollten leider nicht mitfeiern, weil sie seit dem Tod ihres Partners weder Fasching, noch Weihnachten noch Geburtstage feiern... Es hat eben doch jeder hier seine eigene Geschichte.

Es war zum schreien, wie die alten Leute mit Perücken ausgesehen haben :) ich glaube in einem deutschen Altenheim würde es das nicht geben. So gut wie niemand saß ohne einen lustigen Hut, eine Perücke oder sonst einer Verkleidung da und alle waren gut gelaunt und zufrieden - richtig goldig!
Auch wenn es nicht wirklich so war, wie man es vom deutschen Fasching kennt, hat es Spaß gemacht mit allen hier zu feiern( wäre nicht 2 Tage später noch überall Konfetti zu finden gewesen, hätte es noch mehr Spaß gemacht... ;) ).
Helau und Alaf, bis bald.

Dienstag, 19. Januar 2010

#15 Pachino, Palermo und Selinunte

... eine Woche - viel passiert!
Damit ich ein bisschen aus der Casa di Riposo rauskam und das Chaos in meinem Kopf beseitigen konnte, hab ich für eine Woche mit Steffi Zimmer, Arbeit und Mitbewohner getauscht.

Am Dienstag hab ich mich also mit David und Piero( ein Freund von David, der in Pachino Koch ist) auf den Weg gemacht. Nach einem Abstecher bei McDonalds( wer hätts gedacht ;) ) und einem Einkaufsbummel im Supermarkt sind wir mittags in Pachino angekommen.

Ins kalte Wasser geschmissen, hab ich gleich angefangen mit den Kindern dort Hausaufgaben zu machen. So leicht, wie ich vorher dachte, war es allerdings nicht, weil natürlich niemand Lust hatte Mathe zu machen, sondern alle lieber spielen wollten. Irgendwie ging der Nachmittag trotzdem rum, ohne dass sich die Kinder gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben.

Eigentlich wollte ich auch ein bisschen an den Strand gehen, der von Pachino nicht so weit weg ist, aber leider hat es fast die ganze Woche geregnet und die Straßen standen unter Wasser. Und kalt war es - unglaublich! Da sag noch einer, die Deutschen wären an die Kälte gewöhnt... das halte ich für ein Gerücht.

Aber auch wenn die Woche anstrengend war, bin ich froh, dass ich die Möglichkeit dazu hatte. Einfach mal eine andere Arbeit zu machen und aus den vier Wänden hier rauszukommen... Molto bene!

Weil ich das Wochenende dann mit Kathi zusammen frei hatte( und Adam, der andere Freiwillige aus Pachino, keine Lust hatte, was zu unternehmen), haben wir beschlossen, dass wir die Freiwilligen in Palermo besuchen gehen.

Also sind wir Freitag Abend mit zwei, die in Pachino im Centro mitarbeiten nach Vittoria gefahren und haben am Samstagmorgen den ersten Bus nach Palermo genommen.

Nach 3 Stunden sind wir dann im chaotischen Palermo angekommen. Und chaotisch ist eigentlich noch untertrieben. Wo es 3 Spuren auf der Straße gibt, fährt trotzdem jeder dort, wo Platz ist bzw. wo es einem besser gefällt. Sämtliche Verkehrsregeln werden dort glaub ich notorisch missachtet.

Nachdem wir mit dem Bus einmal das Zentrum von Palermo durchquert hatten, sind wir endlich bei "La Noce", der waldensischen Einrichtung dort, angekommen.

Weil die Freiwilligen dort aber entweder arbeiten mussten oder noch geschlafen haben und wir die Stadt sehen wollten, sind wir gleich wieder zu zweit losgezogen.

Mit Stadtplan bewaffnet und mit den Insidertipps der Palermitaner im Hinterkopf, sind wir dann zurück ins Zentrum gefahren.


Zuerst sind wir über einen der bekannten Märkte gelaufen. Zuerst sind wir an unzähligen Essensständen vorbei gelaufen und wurden von dem "Spiceman" zugequatscht, der uns( ohne dass wir es wissen wollten) erzählt hat, dass er schon im Fernsehn war und uns einen( klitzekleinen) Artikel der "Times" unter die Nase gehalten hat, in dem er mit 2 Sätzen erwähnt wurde... Gleich danach sind wir wagemutig an einem Stand vorbei gelaufen, an dem ein Schaf an den Füßen aufgehängt war, das auf der einen Seite noch das Fell hatte und auf der anderen Seite komplett aufgeschlitzt war( und bei Kathi und mir ziemliche Übelkeit ausgelöst hat).

Danach haben wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Von den "Quatro Canti" bis zum Duomo haben wir fast alles gesehen. Zwischendurch haben wir erfolgreich einen seltsamen Mann abgeschüttelt, der uns verfolgt hat und sind ständig einem kleinen( eventuell betrunkenen) Männchen über den Weg gelaufen, das schon im Bus neben uns saß und einen rießen Spaß daran hatte, mit seinem Megaphon alle um ihn rum zu beschallen.


Abends sind wir dann ziemlich müde und kaputt ins Bett gefallen.

Sonntags haben wir uns mit 7 anderen Freiwilligen ins Auto gesetzt und sind nach Selinunte gefahren.
Selinunte ist ist eine archäologische Ausgrabungsstelle südlich von Palermo, die mitten in mitten in der Natur und direkt am Meer liegt.

Es war wirklich schön, mal aus der Stadt rauszukommen, noch dazu war das Wetter wirklich gut. Es war wie Frühling dort, die Blumen haben schon geblüht und es hat richtig nach Sommer gerochen - jetzt wäre übrigens der richtige Zeitpunkt um neidisch zu werden ;).

Zu neunt sind wir dann auf die Ruinen geklettert, haben unzählige Fotos gemacht und waren schlichtweg begeistert, dass es im Januar so schön warm sein kann.


Schön wars! Da waren wir uns alle einig.

Abends haben wir uns dann wieder auf den Rückweg nach Vittoria gemacht. 3 Stunden im Doppeldeckerbus, mit einem leicht lebensmüden Busfahrer später, waren wir dann wieder hier und( wer hätte es gedacht) ziemlich müde.

Fazit: eine superschöne Woche! Fast wie Urlaub... :)
...und: psssst der Frühling ist da - ätsch!

Montag, 11. Januar 2010

#14 Amore mio

Um eventuellen Komplexen vorzubeugen, soll an dieser Stelle mal der arme Philipp erwähnt werden, der nach einer unglaub aufregenden Weltreise in den langweiligen Norden Afrikas reisen musste um seine Freundin zu besuchen, die sich einfach so mal ein Jahr aus dem Staub gemacht hat.

Und zu allem Überfluss hat meine Wenigkeit so lange auf den armen Kerl eingeschwatzt, bis er sich erweichen ließ, den ganzen Spaß nochmal zu machen - weils so schön war ;)


Also ich freu mich drauf :)

Montag, 4. Januar 2010

#13 Urlaub daheim

Nachdem mir hier in Italien die Weihnachtsstimmung gefehlt hat und ich fand, dass es nach(fast) einem halben Jahr mal wieder an der Zeit wäre meine Familie und meine Freunde zu sehen, bin ich über Weihnachten und Silvester nach Hause gefahren.
Das sollte für die, die mich nicht zu sehen bekommen haben, mal erklärt sein.
Für alle andern: schön wars!

Widererwarten war es gar nicht so komisch nach Deutschland zu kommen, es war, als wäre ich nie weg gewesen. Schwuppdiwupp hatte ich mich wieder eingelebt und hab mich natürlich auch pudelwohl gefühlt. 2 Wochen lang hab ich mich geweigert italienisches Essen zu essen, hab( so gut wie) kein RTL geschaut( ist hier einer der wenigen deutschen Fernsehsender die wir haben und aufgrund von zu viel Intelligenz hängt er mir schon zum Hals raus;) ), bin durch den Schnee gewandert, bin krank gewesen, hab viele Geschenke bekommen, hab wieder mit meinen Freunden gefeiert und hab mal nicht an alle Probleme hier gedacht.
Umso schwerer war es für mich, wieder hier her zurück zu gehen. Der Abschiedsschmerz hat schon Tage vor der Abreise angefangen und dauert immer noch an.

Nachdem sämtliche Hoffnungen, nicht zurück gehen zu müssen zerstört wurden( weder auf der Autobahn war mein gewünschtes Verkehrschaos, noch wurde der Flughafen wegen Eisglätte gesperrt... ;) ), bin ich jetzt eben doch wieder hier im warmen Süden.
Auch wenn der Blog vielleicht bis jetzt einen anderen Eindruck gemacht hat, soll an dieser Stelle gesagt sein, dass es nicht immer einfach ist. Wir hatten schon einige Probleme, die uns wirklich Kraft gekostet haben, wir haben ständig Auseinandersetzungen wegen kleinen und großen Dingen und manchmal einfach keine Lust mehr.
Weil unsere Wohnung in dem Altenheim ist, fällt es uns auch nicht so leicht, die Arbeit von der Freizeit zu trennen.

Weil ich jetzt wohl meinen Jahrestiefpunkt erreicht hab, kann es aber eigentlich nur besser werden( hoffe ich doch mal) und der nächste Beitrag sprüht vielleicht wieder vor Motivation...

Sonntag, 29. November 2009

#12 Zwischenseminar

Bevor ich anfange eine kleine Info vorweg:
heute ist der 1. Advent und es hatte 25° auf Sizilien. Da wird jegliche( aus dem Norden importierte) Weihnachtsstimmung restlos kaputt gemacht. Zwischendurch hängen zwar vereinzelt Weihnachtsmänner an den Hausfassaden, aber die sehen eher aus, als hätte man sie im letzen Jahr vergessen abzuhängen, als für dieses Weihnachten gedacht.
Ja, die typische Dezemberstimmung fehlt mir hier schon ein( großes) Bisschen.
Jetzt aber zum Zwischenseminar!


Freitag vor einer Woche haben wir uns auf den Weg gemacht. Um 22Uhr sind wir in Catania in den Nachtzug nach Rom gestiegen um von dort weiter nach Florenz zu fahren. Gleich zu Beginn hat es nicht ganz so geklappt wie wir erwartet hatten. Anstatt eines Abteils mit Betten und abschließbaren Türen, hatten wir normale Sitzplätze und Türen, die man nicht zuschließen konnte. Zum Glück war der Zug nicht voll und wir konnten uns jeweils zu 2. ein Abteil teilen. Mit ein bisschen Kreativität und den nötigen Schals haben wir es schließlich auch geschafft die Türen mit den Garderoben zu verknoten, so dass die komischen Gestalten, die sich auf den Gängen rumgetrieben haben, nicht mehr rein konnten. So sind wir dann über Land und Wasser in den Norden gefahren.

Endlich in Florenz angekommen haben wir erst mal unser Gepäck in die Foresteria( ein Hotel, dass zur Waldenserkirche gehört) geschafft und sind dann losgezogen um die Stadt zu erkunden.

Vor dem Dom war das Geschrei groß, denn wir haben schon ein paar der anderen Freiwilligen wiedergetroffen.
Zusammen mit Maria hab ich dann den restlichen Samstagnachmittag Florenz erkundet.




Als erstes sind wir in und auf den Dom, wunderschön! Schon von außen ist der Dom extrem schön und sieht ein bisschen aus, als könnte man ihn essen ;) Innen ist er eher schlicht, aber auch das hat mir gut gefallen. Das absolute Highlight des ganzen Florenzaufenthalts war aber die Kuppel des Doms, von der man über die Stadt schauen kann. Irgendwie haben wir es geschafft genau dann dort oben zu sein, als die Sonne unterging - maraviglioso!!! Traumhaft schön.


Weil es danach dunkel war und wir uns die Stadt lieber bei Tag anschauen wollten, haben wir ein bisschen die Geschäfte Florenz' unsicher gemacht. Shoppen kann man dort nämlich auch super...

Am Abend haben wir uns mit allen Freiwilligen in einer Pizzeria getroffen und uns noch ein bisschen die Stadt bei Nacht angesehen.

Was erstaunlich war ist, dass ich in einer Großstadt wie Florenz weniger Bedenken habe nachts durch die Straßen zu laufen, als hier in Vittoria. Vielleicht weil ich es gewohnt bin in einer Stadt zu leben, oder weil hier Sizilien ist, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hab ich mich irgendwie sicher gefühlt.

Sonntag morgens bin ich mit Maria wieder losgezogen um noch ein paar andere Dinge der Stadt zu sehen, ganz viele kleine, goldige Sträßchen haben wir gefunden :), über die Ponte Vecchio sind wir gelaufen und den falschen David haben wir auch angeschaut.Eine wirklich schöne Stadt!

Nachmittags bin ich dann mit den Riesifreiwilligen nach Castellina aufgebrochen. Nach 1,5 Std Zugfahrt waren wir endlich dort - mitten in der Toskana.
Ich hätte nicht gedacht, dass es dort wirklich so malerisch ist, aber was man so hört ist nicht gelogen. Für uns Sizilianer war das Schönste der Herbst. Hier wird jetzt alles grün, aber in der Toskana sieht man Blätter in sämtlichen Farben und fühlt sich ein bisschen an Zuhause erinnert.

Eine Woche haben wir dann dort in einem typisch toskanischen Landhaus gewohnt. 20 Freiwillige und unsere Teamer. Wir haben viel über unsere bisherigen Erfahrungen gesprochen, uns ausgetauscht und viel Spaß gehabt. Es war schön und interessant zu sehen, dass es den anderen ähnlich geht, oder auch zu sehen, wie die anderen mit Problemen usw. umgehen. Natürlich haben wir auch immer wieder theoretische Einheiten gehabt, die aber nie langweilig wurden.



Mittwochs waren wir alle zusammen in Siena, haben die Stadt angeschaut, Kaffee getrunken und "gearbeitet". Eine unsere Aufgaben war es nämlich Interviews zum Thema "Die Rolle der Frau in der italienischen Gesellschaft" zu führen. Ganz nebenbei haben die Interviews natürlich Spaß gemacht, die Leute haben ganz unterschiedlich auf unsere Fragen reagiert, manche wollten sich zu dem Thema gar nicht äußern, andere haben gleich bereitwillig Fotos ihrer Enkel aus dem Geldbeutel geangelt um sie uns zu zeigen.

Schade war, dass einige von uns die ganze Woche krank waren und fast gar nicht am Seminar teilnehmen konnten.

Gestern haben wir uns dann alle verabschiedet und sind in die unterschiedlichen Himmelsrichtungen aufgebrochen( wir dieses mal mit Schlafwagen).

Alles in allem eine super Woche und es ist schade, dass es nicht noch so ein Zwischenseminar gibt.